Bildungs- und Teilhabepaket (BuT) – Bündnis: Die BuT-Abrufquote muss sich verbessern!

– Gemeinsame Pressemitteilung der Fraktionen von SPD, Bündnis 90/Die Grünen und FDP Mönchengladbach vom 07. Juni 2021 –

Mönchengladbach. Die BuT (Mittel aus dem Bildungs- und Teilhabepaket) Abrufquote ist in Mönchengladbach in keiner Weise zufriedenstellend. Das Ziel, für Kinder und Jugendliche, die aus Familien mit geringem Einkommen stammen, gesellschaftliche Teilhabe und Chancengleichheit im Bildungsbereich zu verbessern, wird nicht in ausreichendem Maße erfüllt.

Aus Zahlen der ‚Paritätischen Forschungsstelle‘, aus dem Jahr 2018, geht hervor, dass die Abrufquote in Mönchengladbach bei 11,5 % liegt (NRW Schnitt ca. 15,0 %). Nachforschungen, von Reiner Gutowski dem sozialpolitischen Sprecher der Freien Demokraten, zeigen, dass es einige Städte in NRW gibt, die signifikant höhere Abrufzahlen erzielen.

„Ich habe mich gefragt, wie kann das sein und habe diese Städte kontaktiert.“, berichtet Gutowski. „Es stellte sich heraus, dass all diese Städte ein digitales Kartenverfahren nutzen, wo das Kind z.B. bei einem Sportverein nur noch seine Karte vorzeigt und der dahinter gelagerte, früher händische, Prozess, nun digital abgearbeitet wird.“, erläutert Gutowski weiter.

„Eine große Hürde für die Antragssteller*innen ist das derzeitige Antragverfahren.“, so Nicole Wilms sozialpolitische Sprecherin der Sozialdemokraten. „Dadurch stellt der berechtigte Personenkreis einfach keinen Antrag. In dem von uns angedachten System, gibt es nur noch einen zweiseitigen Antrag, der von den Antragssteller*innen auszufüllen ist. Das wars!“, so Wilms weiter.

„Gerade für den Personenkreis, der durch die Pandemie besonders betroffen ist, sind die im BuT enthaltenen Leistungen immens wichtig.“, meint Anna Bögner sozialpolitische Sprecherin der Grünen. „Unser Prüftauftrag an die Verwaltung soll uns Klarheit darüber verschaffen, ob die Einführung dieses Verfahrens auch in Mönchengladbach zu einer Erhöhung der Abrufquote führt, besonders auch in den bis heute nur sehr gering in Anspruch genommenen Bereichen wie der Lernförderung und der sozialen und kulturellen Teilhabe.“, ergänzt Bögner.

„Wir wollen, dass sich die Abrufzahlen wie in den Städten, die ein solches System nutzen, entwickeln.“, bekräftigen die drei Partner des Bündnisses.
Der Antrag wird am 06. Juni 2021 im Ausschuss für Soziales, Gesundheit, Senioren und Gleichstellung diskutiert und beraten.

 

7. Juni 2021